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Nutzung von Google Analytics prüfen! Viele Webseiten sind nicht mehr datenschutz- und gesetzeskonform

Sofern Webseiten-Betreiber zur Reichweitenmessung Cookies einsetzen, was bei Unternehmen in Deutschland weit verbreitet ist, bedarf dies einer genauen Überprüfung. Zulässig ist eine Erfassung des Nutzerverhaltens für eigene Zwecke auch ohne explizite Einwilligung nur unter der Voraussetzung, dass dem Nutzer eine verständliche Information über die Funktionsweise der Cookies gegeben und eine Widerspruchsmöglichkeit (Opt-out) eingeräumt wird. Von  Bernd H. Harder, BMT München

Nutzung von Google Analytics prüfen! Viele Webseiten sind nicht mehr datenschutz- und gesetzeskonform

Von Bernd H. Harder, BMT München


Sofern Webseiten-Betreiber zur Reichweitenmessung Cookies einsetzen, was bei Unternehmen in Deutschland weit verbreitet ist, bedarf dies einer genauen Überprüfung. Zulässig ist eine Erfassung des Nutzerverhaltens für eigene Zwecke auch ohne explizite Einwilligung nur unter der Voraussetzung, dass dem Nutzer

•    eine verständliche Information über die Funktionsweise der Cookies gegeben und
•    eine Widerspruchsmöglichkeit (Opt-out) eingeräumt wird.

Werden jedoch Cookies verwendet wie bei der Nutzung von Google Analytics, die Daten an andere Stellen übertragen, um dort umfassende Internetprofile des Webseiten-Besuchers zu erstellen (sog. Tracking), wird zusätzlich die ausdrückliche Einwilligung benötigt. Diese Einwilligung hat durch aktives Handeln des Webseiten-Besuchers zu erfolgen, z. B. das eigenständige Setzen eines Häkchens in einem vorgegebenen Feld. Als nicht ausreichend sehen die deutschen Datenschutz-Aufsichtsbehörden die verbreitet genutzten Hinweise an: „Wenn Sie diese Seiten nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.“

Dabei stützen sich die Aufsichtsbehörden auf das „Planet 49“- Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 01.10.2019. Wie der Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht vom 15.11.2019 ferner zu entnehmen ist (einzusehen unter folgendem Link:  https://www.lda.bayern.de/media/pm/pm2019_14.pdf), drohen in derartigen Fällen in Zukunft empfindliche Geldbußen.